Herausforderungen der Digitalen Transformation (Teil 3)

Veröffentlicht von am 5. Dezember 2016 ·

Das Wesen der Digitalen Transformation

Die digitale Transformation beschreibt den fundamentalen Wandel von Unternehmen hin zu einer vollständig vernetzten digitalen Organisation. Auf Basis von neuen Technologien und Applikationen werden Produkte, Services und Prozesse umgestaltet und an die Anforderungen der digitalen Ökonomie angepasst. Das ist zum einen möglich, weil immer mehr Menschen über mobile Endgeräte und Wearables erreichbar sind und ihre persönlichen Daten zur Verfügung stellen. Und es ist möglich, weil auch Gegenstände und Maschinen über Sensoren und SIM-Karten jederzeit digital ansprechbar sind, was zu veränderten und erweiterten Wertschöpfungsketten führt.

Für die Unternehmen ändern sich Produkte und Leistungsportfolios, operative Geschäftsprozesse sowie der Umgang mit Geschäftspartnern fundamental. Neue digitale Geschäftsmodelle versetzen Unternehmen in die Lage, Potenziale auf der Kunden-, der Produkt- oder Serviceseite, aber auch im operativen Bereich zu heben. Höchste Zeit also, sich mit der eigenen digitalen Geschäftsstrategie zu beschäftigen und deren Vorteile für die eigene Wettbewerbsposition festzulegen. Für Unternehmen geht es bei der digitalen Transformation um die Planung, Steuerung, Optimierung und Umsetzung ihrer Unternehmensprozesse im digitalen Zeitalter. Die digitale Transformation umfasst zahlreiche sogenannte „disruptive Technologien“ (Big Data, Cloud Computing oder auch Social Media), die für immer mehr Unternehmen einen radikalem Umbau ihrer Geschäftsmodelle und Arbeitsprozesse zur Folge hat.

Unternehmen sollten daher ihre „Digitale Landkarte“, also ihren digitalen Veränderungsbedarf, ganzheitlich in drei Dimensionen planen. Diese „Digitale Landkarte“ erlaubt es dem Unternehmen, im spezifischen Kontext des Ökosystems die Dimensionen „Kunde“, „Produkte & Dienstleistungen“ sowie „Unternehmen und Zusammenarbeit“ darzustellen und Wechselwirkungen abzuschätzen: Denn digitale Transformation ist weit mehr als reine Technologie – sie ist der Treiber zur Steigerung von Wertschöpfung und Performance im Unternehmen.

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Dimensionen des Veränderungsbedarfs

Im Zuge der Digitalisierung erfolgt eine Verschiebung der Ausrichtung einzelner Elemente des Geschäftsmodells. Stehen im klassischen Geschäftsmodell häufig das Produkt sowie das physische Endergebnis der Produktion im Vordergrund, muss in digitalen Geschäftsmodellen vielmehr das Denken in Kundennutzen und Kundenlösungen sowie das damit vermittelte Kundenerlebnis im Zentrum der Überlegungen stehen. Ebenfalls beschränkt sich das Geschäftsmodell nicht mehr nur auf einzelne Geschäftsabschlüsse sondern umfasst den Aufbau und die Pflege von Kundenbeziehungen und Netzwerken. Am Ende hat auch die klassisch lineare Wertschöpfungskette mit starren Geschäftspartnern ausgedient und weicht einem dynamischen Wertschöpfungsnetzwerk.

 

Demnächst geht es hier weiter mit Teil 4 und Der fundamentale Unterschied zur bisherigen Digitalisierung.